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Benno Bimsstein: So wurde ich zum Star

Na endlich, da bist du ja. Ich dachte schon, das gibt heute keinen mehr! Also los geht’s!

Vor ein paar Jahren, das Museum war noch nicht eröffnet, saßen viele kluge Köpfe zusammen und haben überlegt, wie man einen kurzen Film gestalten könnte. Er sollte informativ sein, aber gleichzeitg unterhaltsam.

Besprechung im Museum: Dr. Angelika Hunold und Dr. Holger Schaaff vom Römisch Germanischen Zentralmuseum in Mainz (rechts) im Gespräch mit dem Geschäftsführer des Museumsvereins Dieter Heller (der mit dem Ringelpulli). Der Typ mit dem Wuschelkopf ist mein Schöpfer, der Filmemacher Stefan Neudeck. Es waren noch mehr Leute dabei, aber die sind wohl gerade draußen. Außerdem musste ja irgendwer auch das Foto machen.

Es entstand die Idee, dass der Film einen Moderator haben sollte. Doch wer sollte das machen? Bibi vielleicht? – Nein, die macht doch nur in Kosmetik. LeFloid? – Der war zwar schon bei der Bundeskanzlerin, aber als Moderator kam auch er nicht infrage. Leute, die aktuell voll angesagt sind, eignen sich einfach nicht für einen Film, der vielleicht mehr als 20 Jahre immer wieder gezeigt werden wird.

Schnell war klar, mit einem realen Menschen als Moderator ging es nicht. Es musste eine Trickfigur sein. Sie sollte zeitlos wirken, damit auch in vielen Jahren Menschen noch daran Freude fänden. Klassische Computeranimationen ala „Shrek“ schieden aus, denn auch ihnen würde man ihr Alter in ein paar Jahren unweigerlich ansehen. Gar nicht so einfach …

Deshalb wurde Filmemacher Stefan Neudeck damit beauftragt, eine Lösung zu suchen. Und der drehte erst mal sich selbst:

Sieht ganz schön albern aus, ist aber auch noch nicht fertig. Als nächstes kletterte Stefan mit seiner großen Kamera in eine Bimsgrube, um Aufnahmen von echten Bimssteinen zu machen.

Bitte nicht nachmachen – das ist gefährlich!

Am Computer wurden die einzelnen Aufnahmen dann zusammenmontiert. Sieht ganz schön kompliziert aus – und war es auch!

 

Das Ergebnis sah dann so aus:

In dem Video gefalle ich mir gar nicht. Ich finde, ich sehe aus wie ein kleines Teufelchen. Aber gut, es war ja auch nur ein erster Versuch. Den Leuten vom Museum hat es jedenfalls gefallen.

Deshalb ging es jetzt an die richtige Produktion. Für Augen und Mund war ein echter Schauspieler – Sebastian – mit dabei. Schau dir dazu doch unsere Bildergalerie an:

 

Natürlich entstanden für den Film noch ganz viele weitere Szenen. Hier warf mich Stefan immer wieder ins Wasser. – Es war zwar Sommer, aber, brrr,  trotzdem ganz schön kalt! Er filmte alles mit einer Spezialkamera. Sie macht pro Sekunde mehr als 1000 Fotos. Wenn man die dann mit normaler Filmgeschwindigkeit wiedergibt, sieht man alles viel langsamer als in Wirklichkeit und kann genau erkennen, was passiert.

 

Es hat sich gelohnt! Auf die fertigen Filmaufnahmen bin ich mächtig stolz. Ich durfte nämlich meine herausragenden Leistungen als Schwimmer unter Beweis stellen. Ganz im Gegensatz zu meinem Freund dem Kieselstein, der ist gnadenlos abgesoffen! Hihi!! Schau doch mal:

 

Irgendwann war der Film dann fertig und im Museum zu sehen. Die Premiere, also die erste Vorführung vor Zuschauern, verlief großartig. Die Besucher waren begeistert, sogar die Zeitungen haben über mich berichtet und meine schauspielerischen Fähigkeiten gelobt. Nur der rote Teppich hat leider gefehlt – nicht desto trotz: Jetzt war ich ein richtiger Star!

2016 war ich sogar auf einer Tournee. Mit dem Goethe-Institut bin ich um die Welt gereist und habe Kindern in Ägypten, der Golf-Region, Jordanien, Malaysia, Myanmar, Palästina, Thailand und Vietnam gezeigt, was es mit dem Laacher See-Bims auf sich hat. Mittlerweile bin ich aber wieder im Museum. Wenn Du mich treffen möchtest, schau doch mal vorbei!

… oder hinterlasse mir in den Kommentaren wenigstens ein paar Grüße da.

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